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TCM Empfehlungen zum Beikost-Start

Auf das solltest du achten - zum Artikel

Baby-led Weaning

Ein Interview mit Svetlana Hartig von FreshBaby

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Unerzogen!

Beziehung anstatt Erziehung -  zum ausführlichen Artikel

Du hast ein Baby im Beikostalter oder willst dich darüber informieren, was du deinem kleinen Schatz anfangs alles anbieten kannst?

Svetlana Hartig von FreshBaby ist Expertin für Baby-led weaning, also vom Kind gesteuerte Beikosteinführung ohne Brei - oder Familienkost von Anfang an.  Svetlana zeigt uns ihren Weg zur Beikosteinführung: Vom schwierigen Anfang, neuen Herausforderungen und zahlreichen positiven Erlebnissen. Sie teilt mit uns ihre Erfahrungen und gibt hilfreiche Tipps.

Im 1. Teil berichtet sie vom schwierigen Start und ersten Erfolgserlebnissen. 
Im 2. Teil erklärt sie wie Baby-led weaning funktioniert und auf was du besonders Acht geben solltest.
Wie es mit dem Essen bei den Hartigs nun weiter ging und ob ihr mit BLW einen wesentlichen Grundstein für gute Esser legt, erfahrt ihr im 3. Teil.


(Teil 3/3)

Viele fragen sich vielleicht, was sie Spezielles für diese Form der Beikost brauchen. Nun, im Grunde braucht man nichts Außergewöhnliches dafür. Es gibt aber einiges, das den Start erleichtert. So z.B. Ganzarmlätzchen, einen Teller, der am Tisch kleben bleibt oder etwa einen einfachen Hochstuhl, der sich gut reinigen lässt. Doch viel wichtiger, als diese Utensilien ist: Geduld! Lasst euch nicht entmutigen, wenn anfangs vieles daneben landet oder nicht viel gegessen wird. Es ist normal und es ist kein Wettbewerb, wessen Baby mehr wovon gegessen hat. Spätestens ab dem 1. Geburtstag ändert sich sowieso alles und ihr könnt euch auf neue Essensabenteuer einstellen.

Welche das sind, bzw. wie es mit dem Essen bei uns weiter ging und ob ihr mit BLW einen wesentlichen Grundstein für gute Esser legt, erfahrt ihr im 3. Teil.

 

Wie es nach BLW bei uns weiterging oder die Abenteuer von Kleinkindern am Familientisch

Zum Thema Baby-led weaning gibt es leider noch keine Langzeitstudien, jedoch liest man oft, dass diese Form der Beikost für später sehr förderlich sein soll. Ich kann euch aus unserer Erfahrung dazu folgendes berichten: Ja und nein. Positiv war für uns, dass wir Erwachsenen unsere Ernährung weitestgehend umgestellt haben oder einfach bewusster einkaufen und essen gelernt haben.

BLW stärkt die Familienbande, es lässt uns etwas langsamer an alles herangehen und das gemeinsame Essen zelebrieren. Das ist etwas Wunderschönes, das ja heutzutage in unserem stressigen Alltag oft verloren gehen.

BLW ermöglicht es, Kindern bzw. Babys schon sehr früh einen Umgang mit Lebensmitteln beizubringen, ihnen vielleicht eine Geschichte zur jeweiligen Nahrung erzählen zu können und ihnen zu ermöglichen, durch das langsame Kauen auch ein natürliches Sättigungsgefühl zu entwickeln. Ihr habt damit schon sehr früh die Möglichkeit, euren Babys beizubringen, was z.B. eine Gurke ist, wann es Himbeeren gibt oder auch woraus Pommes gemacht sind. Ja, auch Pommes sind ein Lebensmittel und wenn man sie selbst macht, versteht ein Kind auch, dass es Kartoffeln sind.

BLW ist aber kein Garant dafür, dass sie später alles essen werden! Unser Kleiner hat beispielsweise ab dem ersten Geburtstag kein Obst und Gemüse in purer Form angerührt. Er mag es nicht mal mehr kosten, sodass ich hier immer kreativ sein muss und das Gemüse beispielsweise in Saucen oder Bratlinge verpacken muss. Außer Spinat – den isst er mit einer unglaublichen Hingabe. Und das obwohl er grün ist. Unser Mädchen hat nach dem 1. Geburtstag kein Fleisch mehr essen wollen. Auch das war ok – es ist ihre Entscheidung. Heute ist es so, dass ich nach wie vor alles anbiete, und die beiden auch nach wie vor selbst entscheiden, was davon sie essen.

BLW war immer schon ein Abenteuer, das uns bis heute begleitet. Wir Eltern sind ja situationselastisch wie man so schön sagt. Wir stellen uns darauf ein, dass es Phasen gibt, wo nur Nudeln gegessen werden oder nur Butterbrot. Auch das ist ok. Ich „schummle“ dann die tägliche Dosis an Gemüse durch Suppen hinein. Die gehen bei uns wirklich immer und im Grunde könnt ihr ja alles zu einer Suppe verarbeiten.

Mein Tipp daher für euch – egal ob ihr erst am Anfang der Beikost steht, oder bereits größere Kinder habt: Seht nicht alles ganz so streng. Versucht einfach abwechslungsreich und gesund zu kochen – und erlaubt euch (vor allem mit Kleinkindern) auch mal etwas weniger „gesundes“. Ich persönlich finde es wichtig, gerade Kleinkindern oder größeren Kindern auch einen gesunden Umgang mit Ungesundem beizubringen. Denn früher oder später kommen sie auch mit Fast Food in Berührung und besser, sie wissen, was das ist, als ich verbiete es ihnen und sie kaufen es sich heimlich.

So, meine Lieben! Das waren ein bisschen meine Einblicke in unser Abenteuer Essen ab Beikost. Wenn ihr mehr über BLW und unseren Weg erfahren, einen Workshop besuchen möchtet oder einfach auf der Suche nach Rezeptideen seid, lade ich euch ein, meine Website unter www.freshbaby.at zu besuchen oder mir auf Facebook zu folgen.

Alles Liebe,
eure Lana

    
Meine Kinder: Elena mit 10 Monaten und Julian mit einem Jahr



 

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