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Schon früh kann dein Baby winken und klatschen und auch andere Gebärden zeigen. Babys merken, dass sie mit Zeichen etwas bewirken können. Doch nicht nur Handzeichen helfen uns unser Baby besser zu verstehen, sondern auch Babylaute lassen sich interpretieren. Simone Kostka, die Mamalogin, gibt uns einen Einblicke in die Dunstan Babysprache. 

Ein Gastbeitrag von Simone, die Mamalogin


Was hältst du davon, wenn ich dir sage, dass dir dein Baby ab dem Tag seiner Geburt sagen kann, was es braucht? Du musst nur gut zuhören, das ist alles! Kein Raten, kein Ausprobieren: es sagt dir, was es möchte: ob Milch, schlafen, Bäuerchen machen oder andere wichtige Bedürfnisse in seinem Alter. 

Das klingt unglaublich? Wie einfach wäre das, Weinen und Quengeln wäre auf ein Minimum reduziert, die ganze Familie entspannter und weniger müde. Das Baby beruhigt sich rascher, die Eltern haben weniger Stress. Kind und Umfeld schlafen besser. Auch Papa weiß sofort, was das Baby will. Solche positiven Auswirkungen und mehr hätte das. Aber das ist doch nicht möglich! Oder…?

Seit Jahrzehnten suchen Forscher nach der Bedeutung des Weinens von Babys, wobei sie immer das Schreien untersucht haben. Vor etwa 20 Jahren aber, merkte die Australierin Priscilla Dunstan, dass ihr Sohn, der ein sehr unzufriedenes, weinerliches Baby war, unterschiedliche Laute von sich gab. Wenn sie darauf nicht oder falsch reagierte, steigerte sich das Quengeln und wurde bald zu einem weinerlichen Schreien. Priscilla konnte irgendwie nicht glauben, dass diese Laute in der Vorschreiphase keine Bedeutung hätten.

Das lag vielleicht an ihrer besonderen Begabung: sie hat ein fotografisches Gedächtnis für Laute und Geräusche. Daher wusste sie mit Bestimmtheit, dass sich die unterschiedlichen Laute, die Tom ausstieß, wiederholten. Sie begann ein Tagebuch zu führen. Sie schrieb auf welche ‚Worte‘ er sagte und wie sie darauf reagierte. Nach wenigen Wochen meinte sie, mehrere Worte verstehen zu können und tatsächlich, nachdem sie adäquat darauf reagierte wurde der vorher sehr unzufriedene kleine Mann zu einem richtigen Sonnenschein, weil seine Bedürfnisse befriedigt wurden.

Seither wurde Priscillas Entdeckung an mehr als 1000 Babys mit über 30 verschiedenen Muttersprachen erforscht. Das Ergebnis ist einfach erstaunlich: alle Babys auf der ganzen Welt nutzen die gleichen Laute für die gleichen Bedürfnisse. 5 verschiedene ‚Worte‘ wurden zwischenzeitlich erforscht nämlich jene für ‚Hunger‘, ‚müde sein‘, ‚Bäuerchen machen‘, ‚Bauchweh‘ und generelles Unwohlsein.

Um eine solche Entdeckung zu machen, braucht es möglicherweise eben ein spezielles Gehör. Wenn man aber weiß, worauf man achten muss, dann ist es völlig ausreichend, die Ohren zuspitzen und zu lauschen. Die Dunstan Babyworte sind leicht unterscheidbar, da jeder einzelne ein typisches Merkmal hat. Jeder kann das erkennen, die Papas genauso wie die Mamas und auch Omas, Opas, Tanten, Onkel und Geschwister.

Dennoch sind diese Laute keine Sprache im herkömmlichen Sinn. Sprache besteht aus zielgerichteten Worten mit der Absicht eine Information oder Bitte zu artikulieren. Die ‚Worte‘ der Babys entstehen aber lediglich durch angeborene Reflexe. Das erklärt auch logisch, warum sie auf der ganzen Welt gleich sind, denn Niesen oder Gähnen sind ebenso weltweit die gleiche Art von Körpersprache. Und das erklärt auch, warum die Babys sie schon ab dem Tag der Geburt machen.

Verstehen Eltern was ihr Kind braucht, dann gibt es keine Verzögerungen mehr durch langes Herumraten. Es gibt keine falsche Reaktion, weil sonnenklar ist, was zu tun ist. Väter können mindestens genauso gut auf Babys Bedürfnisse eingehen. Der Umgang mit dem Baby wird sicherer. Es wird einfacher eine gute Basis zu schaffen für eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kind. Besonders Papas bestätigen den positiven Einfluss auch auf die Partnerschaft. Wenn Mütter und Väter dieselben Fähigkeiten zur gleichen Zeit anwenden können, dann kann eine echte gemeinsame Elternschaft erreicht werden.

Babys benutzen diese Reflexlaute in den ersten 12 bis 15 Wochen nach der Geburt. Werden die ‚Worte‘ nicht beachtet, so legt sich der Reflex nach etwa 4 Monaten. Merkt das Baby allerdings anhand des Verhaltens der Eltern, dass es verstanden wird, kann es die Laute später als bewusst verwendete Ausdrücke beibehalten und äußern bis es ab etwa einem Jahr lernt, die ersten echten Worte auszusprechen.

Die Dunstan Babysprache lernen Eltern im Idealfall im letzten Drittel der Schwangerschaft oder auch noch in den ersten 12 Wochen nach der Geburt in einem 2 ½ bis 3stündigen Intensivkurs. Seit wenigen Wochen gibt es nun auch in Österreich zertifizierte Kursleiterinnen, die Eltern darin schulen, die Laute zu erkennen, zu unterscheiden und entsprechend darauf zu reagieren. Sie zeigen Beruhigungsmethoden und hilfreiche Tricks für einen sicheren Umgang und ein entspanntes Familienleben schon ab dem Tag der Geburt. 


Erste Workshops werden in Wien in Kürze angeboten:

23. Februar 2018 von 15.30 bis 18.00 Uhr im Happy Families, Gewerbepark Stadlau, 1220 Wien &
10. März 2018 von 10.00 bis 12.30 Uhr im Q19, dem Einkaufsquartier in Heiligenstadt
für 35 Euro pro Erwachsenem bzw. 50 Euro für Paare
Auf Wunsch können die Workshops auch für einzelne Familien als Home-Workshop abgehalten werden.

 
Zur Mamalogin: Simone Kostka beschäftige sich als Mamalogin mit dem Eltern-sein sowohl aus pädagogischer Sicht, als auch aus dem Blickwinkel einer Mutter, die weiß, wie die Praxis aussieht. Die Mamalogin begleitet Familien von der Schwangerschaft an über das erste Lebensjahr. Die angebotenen Eltern-Baby-Kurse erleichtern den Umgang mit dem Neugeborenen und verbessern die Kompetenzen der Eltern.

Weitere Infos...
...zu Workshop/Terminen/Babyzeichensprache findest du direkt auf der Website von Mamalogin
...zu Dunstan Babysprache auf www.versteh-dein-baby.com

Jeden Dienstag. Kostenlos. Jederzeit abbestellbar.

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