Schön & Praktisch

Es ist so richtig kalt draußen. Und viele Eltern fragen sich was sie ihren kleinen Traglingen im Winter anziehen sollen, damit sie nicht frieren. Deshalb gibt es heute ein paar Tipps von Hebamme Sarah Klarer rund um Tragekleidung und Kälteschutz.

Generell:

  • Jedes Kind ist anders und hat ein anderes Kälteempfinden. Wo das eine friert, ist dem anderen noch gut warm und umgekehrt. Ihr kennt eure Kinder am besten ;)

  • Tragejacke/Pulli/Tuch und eigene Körperwärme beim anziehen mit einrechnen.

  • Von Kopf bis Fuß so wenig Kunststoff wie möglich. Die Hitze staut, es ist nicht atmungsaktiv, und jeder von uns, weiß wie man sich fühlt, wenn man in einem Polyesterleiberl zu schwitzen beginnt. Der Plüschanzug schaut vielleicht lieb aus, aber zum Tragen ist er leider ungeeignet.

  • Naturmaterialien wie Wolle/Seide/Baumwolle/Wollwalk/Wollflies u.Ä. sind vorzuziehen.

  • Auf die Zehen achten. Zieht man den Kindern Strampelhöschen mit Füßchen an kommt es vor dass der Stoff sich in den Knien sammelt und dadurch sehr viel Zug auf den Zehen der Kinder ist. Also entweder Hose und Socken oder dehnbare Strumpfhosen anziehen und nach dem Anlegen noch mal kontrollieren, ob die kleinen Zecherl auch genug Platz haben.

  • Schaut, dass nach dem Anlegen der Tragehilfe/des Tuches das Gewand des Babys noch dort sitzt, wo es sein soll. Manchmal rutschen Pullover und Hosen rauf, Kapuzen sind drunter usw.  Einfach kurz noch einmal schauen, ob alles dort sitzt wo es sein soll und zurechtrücken.

  • Das Gesicht muss immer frei sein! Stichwort CO² Rückatmung.

Von Kopf bis Fuß der Temperatur entsprechend:

  • Kopf: Haube aus Naturmaterialien je nach Temperaturen, z.B. Baumwolle bei nicht zu kaltem Wind, Wollwalk wie diese von Kitzheimat darf es an kälteren Tagen sein. 

  • Gesicht: Ist es wirklich kalt sollte man eine Kälteschutzcreme für die noch kälteunerprobte Babyhaut verwenden.

  • Körper - Hier am besten nach dem Zwiebelprinzip kleiden:

    • Schicht1:  Unterwäsche. Am besten aus Wolle/Seide Mischung wegen den wärmeregulierenden Eigenschaften. Baumwolle eignet sich natürlich auch. Entweder die Kombi Langarmbody/Leggins, Body/Strumpfhose oder gleich Ganzkörperoverall. (Kleiner Tip: schaut beim Kauf, dass man die Overalls im Schritt aufknöpfen kann, sonst müsst ihr beim Wickeln den ganzen Anzug ausziehen ;) )

    • Schicht2:  Über die Unterwäsche könnt ihr jetzt eine weiche Stoffhose und Pullover anziehen. Und da könnt ihr variieren: dickere Frottee-Hosen oder normale Jogginghosen, Strickpullover oder aus Jersey. Oder doch noch ein dünnes Longsleeveshirt und dann einen dickeren Pullover drüber. Je nachdem was bei den nächsten Schichten noch kommt. Für jede Temperatur gibt es das Passende. Und wenn es zu warm ist, dann einfach eine Zwiebelschicht ausziehen.

    • Schicht3:  Wollwalkanzug oder Wollfliesanzug. Overalls aus Merinowolle findet ihr hier <3 Diese Schicht eignet sich besonders, wenn nur eine dünne Tragejacke oder -pulli geplant ist oder wenn es so richtig kalt ist.

    • Schicht4:  Tragepulli/Jacken/Cover: Je nachdem wie warm diese Schicht ist, könnt ihr weiter unten eine Schicht weglassen oder dazu anziehen.
      Zum Beispiel bei warmen Liliputi Winterjacken könnte man den Walkanzug weglassen, dafür eine dickere Schicht2 nehmen. Ihr tragt ja unter der Jacke auch nicht noch einen Mantel. Und: Körperwärme und Tragetuch kommen außerdem noch begünstigend dazu.  Außer natürlich es herrschen extrem kalte Temperaturen oder dein Kind friert leicht. 


      (Mamalila Tragejacke Softshell/Kitzheimat Winter Overall - 100% Bio Merinowolle)

  •  Hals, Nacken: Bei den vielen Anzügen und Overalls ist eine Kapuze dabei, da ist schon ziemlich viel geschützt. Bei Anzüge mit einem normalen Kragen ist manchmal der Hals etwas frei. Entweder ein gefüttetertes Lätzchen oder ein Loop hilft.

  •  Füße: Söckchen oder die Füßchen der Strumpfhose. Wenn es sehr kalt ist: Söckchen oder Strumpfhose-Füßchen, darüber noch Wollsocken und Schuhe. Oder gleich in praktische Tragebooties investieren. Die sind warm mit Schafwolle gefüttert und man ist auf der sicheren Seite. 

Für Trageeltern:

  • Im Bestfall schützt ihr euch und euer Baby mit einer Tragejacke oder -Mantel, hier seht ihr eine Übersicht. So müsst ihr nicht unmöglich viel anziehen und euer Tragling auch nicht. Außerdem kann man die Tragejacken schon mit Babybauch tragen. Dann hat man alles in einem. (Auch ganz ohne Kind kann man sie weitertragen, also man hat sehr lang was davon.)
  • Tragehoodies gibt es auch, da ist man vor Wind und bei nicht allzu niedrigen Temperaturen im Frühling und Herbst gut geschützt. Sowohl zum vorne als auch zum hinten Tragen geeignet.

  • Vom Tragen über einer normalen Jacke drüber rate ich ca. bis zum 2. Lebensjahr ab. Das Kind wäre durch die dicke Materialschicht von der Körperwärme getrennt, Wind und Wetter ausgesetzt und man weiß nicht wie kalt es ihnen wirklich ist.

  • Achtet darauf dass euer Ausschnitt gut bedeckt ist, sonst habt ihr den Hals kalt. Ein enger Loop Schal oder ein hochgeschlossenes Oberteil sind da praktisch. Möglichst ohne Knöpfe oder ähnlichem dort wo der Babykopf an eurer Brust ruht.

  • Solltet ihr ohne Tragejacke/Pulli/Cover tragen: Habt das Baby möglichst körpernah an euch und dann viele Schichten über euch Beide drüber ohne das Gesicht des Babys (teilweise) zu verdecken.

  • Ein Rucksack für alles was man mit braucht ist die Lösung wenn man vorne trägt. Kein Herumgezubbel mit der Wickeltasche, die dann über die Schulter oder das Kind rutscht. Und man bekommt auch alles rein was man braucht. Hier eine günstige und schöne Variante.

    (Hoppediz Tragebeutel - Design BREST/Greyse Hoodie grey + pink)

 

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