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Sehr kreativ ist Daniela beim Anrichten der Gerichte für ihren Junior. Der junge Mann hat Appetit, wie die "Nachher"-Bilder zeigen. Unter dem Hashtag #blwtagebuchrezept findet ihr ganz viele BLW-taugliche Rezepte. Wir haben mit Daniela über ihre Erfahrungen gesprochen.

Babymamas: Wie hast du von Baby-Led Weaning (kurz: BLW) erfahren?

Das erste Mal habe ich noch während der Schwangerschaft davon gehört. Mein Neffe fand damals nämlich gerade keinen Gefallen daran, gefüttert zu werden. Frei nach dem Motto: „Brei essen ist Mainstream, ich kaute die Karotte schon bevor es cool war“, knabberte er mit acht Monaten leidenschaftlich gerne gedämpftes Gemüse. Mein Interesse war geweckt und ich besorgte mir das Baby-Led Weaning Grundlagenbuch von Gill Rapley.

Hast du dich von Anfang an für diesen Weg entschieden oder hast du deinem Sohn auch Brei gegeben?

Trotz all der überzeugenden Argumente für BLW, wollte ich es dennoch erstmal mit Brei versuchen. Ich hatte einfach zu großen Bammel vor dem Verschlucken (Anmerkung: bei gewissen Vorsichtsmaßnahmen wie z.B. aufrechtes Sitzen, oder dem Baby nichts in den Mund stecken sind diese Sorgen aber wirklich unbegründet) und ehrlich gesagt wollte ich dieses große Rumgematsche mit dem Essen am Tisch nicht. Als Junior 5 ½ Monate war, dämpfte ich also hochmotiviert eine Biopastinake vom Karmelitermarkt und pürierte sie mit ein paar Tropfen Rapsöl zu einem, wie ich fand, sehr leckerem Mus. Junior war wenig bis gar nicht dafür zu begeistern. Auch nicht von den Ergebnissen zahlreicher weiterer Breiexperimente aus meiner Küche. Es überzeugten ihn auch weder gekaufte Gläschen, noch Gemüsebrei der mit Obstmus verfeinert wurde. Nach einem Monat ließ ich den Stabmixer endgültig im Kastl und reichte fortan ausschließlich Essen, dass er selbst in die Hand nehmen konnte.

Was sind aus deiner Erfahrung nach die Argumente dafür? Bzw. dagegen?

Dafür spricht meiner Meinung nach, dass Babys es damit absolut selbst in der Hand - im wahrsten Sinne des Wortes - haben, was und wieviel sie essen. Jedes Baby hat sein eigenes Tempo und vertraue ich dem kompetenten Kind, wird es sukzessive von selbst eine Still- bzw. Fläschchenmahlzeit nach der anderen mit den passenden Lebensmitteln in der für ihn richtigen Menge ersetzen. Als großen Vorteil empfand ich auch, dass wir immer alle zur gleichen Zeit gemeinsam am Tisch essen konnten, weil das Füttern ausblieb. Da ich Junior ausgewogene und frisch gekochte Gerichte anbieten will, veränderte sich auch unsere gesamte Kost am Familientisch und wurde noch abwechslungsreicher und gesünder.

Dagegen spricht eigentlich nur, das kleine oder größere Chaos am und vor allem unter dem Tisch nach jedem Essen. Und das vollgematschte Kind!

Wann hat dein Sohn begonnen zu Essen? Wie hast du gemerkt, dass er „reif“ dazu war?

Ab einem Alter von neun Monaten ungefähr habe ich gemerkt, dass tatsächlich mehr im Magen, als auf dem Boden landet. Ich erinnere mich noch an den ersten Teller mit einem kleinen Pfannkuchen und ein paar Stücken Obst, von dem er nach etwa vier Monaten Beikost wirklich einmal alles aufgegessen hat. Es war auch der Zeitpunkt, als er angefangen hat, sich ganz selbstständig hinzusetzen.

Was sind die ersten Gerichte und Snacks, die du anderen Babymamas für den Anfang empfehlen kannst?

Im ersten Monat würde ich ausschließlich gedämpftes Gemüse und auch ein wenig Obst anbieten. Es eignen sich: Kartoffeln, Zucchini, Fenchel, Karfiol, Maiskolben, Brokkoli, Kürbis, Kohlrabi. Roh können auch Avocado, Gurke, weiche Birne, Orange (in Bio-Qualität mit Schale in Spalten geschnitten) und Banane angeboten werden.

Im nächsten Schritt werden klassisch gekochte Gerichte wie z.B. Spiralnudeln (z.B. mit Gemüsebrei aus Gläschen, die man geschenkt bekommen hat) gereicht. Sehr schnell und in abwechslungsreicher Form zubereitet sind z.B. Gemüsewaffeln. Die können auch gut eingefroren und im Toaster rasch aufgetaut werden. Mein Lieblingsrezept ist ein Kartoffelteig, aus dem ich handliche Schupfnudeln, Gnocchi, Obstknödel oder auch Pizza mache.

Generell würde ich im ersten Jahr nichts anbieten, das nicht auch bedenkenlos in einem klassischen Babybrei verarbeitet werden würde. Zum Beispiel keine Wurstprodukte, oder stark salzige oder gezuckerte Formen von Brot und Gebäck.

Wie alt ist dein Sohn mittlerweile und was sind eure liebsten Gerichte?

Junior ist mittlerweile 22 Monate alt. Er isst besonders gerne gegrillten Mais, Obst - am liebsten alle Arten von Beeren -, Gnocchi, Kartoffeln und Nudeln mit Gemüsesauce. 

Danke für diesen Einblick!

Über Daniela:
Daniela ist Großstadtmama, Hobbyköchin und Spielplatzentdeckerin in Wien. Ihr könnt ihre gemeinsamen Alltagsabenteuer mit Junior fast täglich auf Instagram mit verfolgen. Ihrer Kreativität lässt sie beim Anrichten der Gerichte für Junior freien Lauf und das Ergebnis seines Appetits seht ihr auf Instagram auch immer auf einem zweiten "Nachher" Bild. Außerdem berichtet sie über ihre Erfahrungen mit den Themen Windelfrei, Babyzeichensprache, die momentane Krippeneingewöhnung und über das Stillen eines Kleinkindes im zweiten Lebensjahr.

 

Rezepte und mehr Infos:

 

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