Spiel & Bewegung
Krippe oder Tagesmutter? – Die passende Betreuung für die Kleinsten finden
- Details
Wenn das Ende der Karenz näher rückt, stellt sich für viele Eltern eine wichtige Frage: Welche Betreuungsform wählen wir für unser Kind – Kinderkrippe, Kindergarten oder Tagesmutter bzw. Tagesvater?
Gerade bei Kindern unter drei Jahren spielen Nähe, Geborgenheit, eine verlässliche Bezugsperson und kleine Gruppen eine besonders große Rolle. Gleichzeitig müssen Betreuungszeiten, Wohnort, Kosten und die Vereinbarkeit mit dem Familien- und Berufsalltag passen.
In Wien stehen verschiedene Betreuungsformen zur Auswahl. Allerdings kann die Suche nach einem passenden Platz oft viel Geduld und eine frühzeitige Planung erfordern.
(c) Getty Images
Krippe oder Tagesmutter – was ist der Unterschied?
Eine Kleinkindergruppe bzw. Krippe ist Teil eines städtigen Kindergartens oder einer privaten Bildungseinrichtung. Bis zu 15 Kinder werden von pädagogischen Fachkräften und Assistent:innen begleitet.
Bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater findet die Betreuung in einer besonders kleinen Gruppe statt. In Wien dürfen Tageseltern regelmäßig höchstens fünf Kinder in der eigenen Familie betreuen. Dadurch ist eine sehr persönliche und familiennahe Betreuung möglich.
Welche Betreuungsform besser ist, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Welche Form am besten passt, hängt von den Bedürfnissen der Familie ab: Wie alt ist das Kind? Wie wichtig sind Nähe, Öffnungszeiten, pädagogisches Konzept oder Gruppengröße? Während Kindergärten meist fixe Strukturen bieten, arbeiten Kindergruppen oft alternativ. Öffentliche Kindergärten sind kostengünstiger als private Kindergärten oder Kleingruppen. Tagesmütter oder -väter betreuen wenige Kinder, dafür aber in ihrem eigenen zu Hause.
Wie finde ich einen Krippen- oder Kindergartenplatz in Wien?
Bei den Krippen hast du die Möglichkeit zwischen städtischen und privaten Kindergärten.
Wer sein Kind für einen städtischen Kindergarten anmelden möchte, kann die Hauptanmeldezeit von 1. November bis 31. Dezember nutzen. Eine Anmeldung außerhalb der Hauptanmeldezeit ist zwar möglich, allerdings ist die Auswahl an freien Plätzen dann eingeschränkter. Bei der Anmeldung können zwei bevorzugte Kindergärten angegeben werden. Die Plätze werden nicht nach dem first-come-first-serve-Prinzip vergeben, sondern Kriterien wie die Berufstätigkeit der Eltern, Geschwisterkinder und die Entfernung zum Wohnort fließen in die Vergabe mit ein.
Private Kindergärten unterscheiden sich oft deutlich in Gruppengröße, Alterszusammensetzung und pädagogischem Konzept. Es gibt zudem auch viele sogenannte elternverwaltete Kindergruppen, in denen die Eltern eng eingebunden sind, z.B. durch Koch- oder Aufräumdienste.
Viele Kindergärten bieten auch vorab Besichtigungstermine und Infotage an, an denen man den Kindergarten besuchen und sich ein Bild von der Einrichtung machen kann.
Gestartet wird in Kindergärten grundsätzlich im September, ein Beginn während des Jahres ist eher die Ausnahme. Ansprechpartner für Fragen zu städtischen Kindergärten ist die MA10. Diese bieten auch eine Online-Kindergarten-Suche an, in der auch private Kindergärten verzeichnet sind.
Tagesmutter oder Tagesvater – besonders persönlich und familiennah
Für viele Familien ist die Betreuung bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater gerade in den ersten Lebensjahren eine eine wertvolle Alternative zur Betreuung in einer Krippe. Die Kinder werden in einer familiären Umgebung in Kleingruppen mit maximal 5 Kindern betreut.
Bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater erleben Kinder eine familienähnliche Betreuung mit einer persönlichen Bezugsperson. Sie profitieren von der kleinen Gruppengröße, wodurch individuell auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann.
In Wien werden Tagesmütter bzw -väter über das Wiener Hilfswerk, die Volkshilfe Wien und den Verein Eltern für Kinder Österreich vermittelt.
Nehmt euch in jedem Fall Zeit für Besichtigungen oder Schnuppertage und fragt nach Erfahrungen in eurem Umfeld. Ein persönlicher Eindruck vor Ort und von vertrauten Personen sagt mehr als jede Website aus. Und: Früh dran sein lohnt sich in jedem Fall – gerade beliebte Einrichtungen haben lange Wartelisten.








