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Gastbeitrag von Vera Rosenauer - Vor einiger Zeit war ich als Expertin von einer Mama-Baby-Gruppe eingeladen – das Thema sollte lauten „Gesunder Babyschlaf“.

Das hat mich insofern zum Schmunzeln gebracht, als wir uns darum meistens keine wirklichen Sorgen machen müssen. Babys können in der Regel wunderbar schlafen, ganz egal wann, wie und wo. Auf Mamas Schulter, die Nase an Mamas Hals gekuschelt und schon wird seelenvoll geschlummert!

Das Problem liegt vielmehr auf der Seite der Erwachsenen, dass sich die Babys ihren an sich gesunden Schlaf in Zeiten und Situationen holen, der nicht unserem Tagesablauf entspricht. 

So gesehen ist der „gesunde Babymama-Schlaf“ weit mehr gefährdet.

Wer monate- oder gar jahrelang nicht zu ausreichendem und ungestörtem Schlaf kommt, ist wirklich in Not. Schlafentzug ist nicht umsonst eine Foltermethode! Kein Wunder also, dass sich in der Ratgeberliteratur und im Internet unzählige, mehr oder weniger hilfreiche Tipps und Tricks finden, wie Babys besser ein- und durchschlafen. 

Einige Irrtümer rund ums Thema Babyschlaf sind aber nach wie vor weit verbreitet und die möchte ich hier aufgreifen:


Irrtum Nummer 1: Babys brauchen es immer ruhig zum Schlafen

Wer ein Neugeborenes zu Hause hat, kann kaum der Versuchung widerstehen, auf Zehenspitzen herum zu schleichen, wenn das Baby schläft.

Aber nein – Babys sind aus dem Mutterbauch eine Menge an Geräuschen gewohnt. Viele schlafen sogar besser bei einer gleichbleibenden Geräuschkulisse ein – immer wieder höre ich, dass sogar extra der Staubsauger oder Fön eingeschaltet wird, damit das Baby einschläft.

Wirklich störend sind eher plötzliche laute Geräusche. Die lassen sich aber auch nicht immer vermeiden, vor allem, wenn das schlafende Baby bereits ältere Geschwisterkinder hat…





Irrtum Nummer 2: Die Schlafentwicklung verläuft linear

Die meisten von uns nehmen unbewusst an, dass es mit dem Schlafen immer besser werden müsste. 

Denkste – auch wenn dein Baby mit vier Monaten bereits sieben Stunden am Stück schläft, heißt das nicht, dass es das auch dauerhaft beibehält. Leider!

Ein Entwicklungsschub, eine harmlose Verkühlung oder eine kleine Änderung im Tagesablauf – und schon überlegt sich das Kind die Sache mit dem Durchschlafen wieder … 

Hier hilft nur das alte Mama-Mantra: Es ist nur eine Phase!


Irrtum Nummer 3: Babys dürfen nicht beim Stillen einschlafen

Je jünger das Baby, umso eher wird es beim Stillen einschlafen. Ganz einfach, weil es vom Saugen erschöpft ist und der kleine Organismus mit der Verdauung beschäftigt ist!

Tatsächlich habe ich schon den (ernstgemeinten!) Ratschlag gehört, ein beim Stillen eingeschlafenes Baby wieder aufzuwecken, damit es danach wieder ohne Busen einschläft – so soll es lernen selbstständig einzuschlafen … so ein Blödsinn!

Das Einschlafen beim Stillen hört sich mit zunehmendem Alter von selbst auf, wenn sie vom Stillen nicht mehr genug müde werden – dann ist die Zeit gekommen, sich ein anderes Einschlafritual zu überlegen!

 

Irrtum Nummer 4: Das Flascherl am Abend hilft beim Durchschlafen

Weit verbreitet ist auch die Meinung, dass vollgestillte Kinder nicht durchschlafen können, weil die Muttermilch dazu nicht lange genug satt machen würde. Deshalb wäre Fläschchen zufüttern am Abend hilfreich beim Durchschlafen!

Ich kenne genug vollgestillte Kinder, die wunderbar 8-10 Stunden durchschlafen. 

Und überleg dir mal, wie gut du schläfst, wenn du dir abends den Bauch bei einer Familienfeier oder ähnlichem vollgeschlagen hast – das ist mehr ein Verdauungskoma als erholsamer Schlaf!




Irrtum Nummer 5: Nächtliches Aufwachen bedeutet IMMER Hunger

Je jünger das Baby ist, umso eher wird der Aufwachgrund Hunger sein.

Je älter das Kind, umso mehr andere Gründe können dahinterstecken:

  • Die Zähne
  • Die Verarbeitung des aufregenden Alltags
  • Die Mama ist nicht in der Nähe
  • Ein Traum, der Angst macht
  • Ein Entwicklungsschub
  • Ein Unwohlsein

Das soll natürlich nicht heißen, dass nicht auch ein Kleinkind in der Nacht mal Hunger oder Durst haben darf, weil es grad einen Wachstumsschub durchmacht.

 

Irrtum Nummer 6: Babys müssen schlafen erst lernen

Die unheilvolle Folge dieses Irrtums ist, dass viele Mamas sich unheimlich schlecht fühlen. Sie denken, sie hätten etwas falsch gemacht, weil ihr Baby nicht alleine einschläft oder nicht die ganze Nacht durchschläft.

Aber Schlaf ist vielmehr Entwicklung als Erziehung! 

In meinem Online-Kurs „Schläft es schon durch?“ ist es daher mein großes Ziel, Mütter von diesem Druck zu entlasten. 

Manches kann man beim Schlaf seines Kindes beeinflussen, vieles aber nicht. Deshalb findest du in dem Kurs auch keine „garantiert funktionierende Methode“, sondern viele Infos über Schlaf und wie du eine gute, erholsame Schlafsituation für alle Beteiligten schaffen kannst.

 

Irrtum Nummer 7: Alle anderen Kinder schlafen durch!

Ja, es gibt sie: Babys, die mit wenigen Monaten friedlich einschlummern und erst nach 10 Stunden gutgelaunt wieder aufwachen. Mach dir aber bewusst, dass das reines Glück ist und nicht irgendeine „Erziehungsleistung“ der Eltern.

Außerdem neigen manche dazu, ihre Erzählungen ein wenig zu „schönen“. Vor allem dann, wenn das Baby der Erzählenden mittlerweile schon studiert, dann hat wahrscheinlich die Erinnerung einiges verwischt, wenn es heißt „also in diesem Alter hat mein Kind längst …“

 

Fazit:

Schlaf ist sehr individuell und hat viel mehr mit der Entwicklung deines Babys zu tun als mit elterlicher Erziehung. Was anderen geholfen hat, muss noch lange nicht das Richtige für dich und dein Baby sein.

Wichtig – ich möchte niemandem absprechen, dass das eine oder andere bei ihm persönlich bzw. bei seinem Baby geholfen hat und ein durchschlagender Ein- oder Durchschlaferfolg war! 

Wogegen ich mich verwehre, ist die Behauptung, es gäbe eine ultimative Methode/Trick/Strategie, die garantiert bei allen Babys wirkt!


 

Mehr Wissenswertes zum Thema Schlaf findest du im Online-Kurs von Vera. 

zum Online-Kurs "Schläft es schon durch" 

Vera Rosenauer begleitet mit Abenteuer Erziehung Mütter von Babys und Kleinkindern in allen Fragen der Erziehung und Ernährung in Form von Einzelcoaching, Workshops in Wien und Online-Kursen. Auf ihrem Blog findest du mehr als 130 Artikel rund ums Leben mit Baby und Kleinkind. Schlafen und Beikost zählen zu ihren Hauptthemen.

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