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Stellst du öfter deine Fähigkeiten und deine Kompetenz in Frage? Stresst und überforderst du dich, um den viel zu hohen Ansprüchen an dich selbst und/oder den Meinungen Anderer gerecht zu werden? Vertraust du dir selbst zu wenig? Das muss nicht sein!

Deinen Kindern ist es völlig egal, ob der Haushalt perfekt gemacht, die Wohnung blitzsauber ist, alles gleich wieder weggeräumt wird, das Gewand immer sauber ist, nur selbstgekochtes gesundes Essen auf den Tisch kommt, alle Termine akribisch genau eingehalten werden, etc.

Gerade in diesen schwierigen, unkontrollierbaren und oft stressigen Zeiten ist es hilfreich, sich Schritt für Schritt vom eigenen Perfektionismus zu verabschieden. Wir haben so viele „Ich muss …“, „Ich sollte …“ oder „Ich darf nicht ...“ in unseren Gedanken, womit wir uns tagtäglich selbst stressen und überfordern.

Deine Erwartungen
Beobachte deine Gedanken und schreib einige Tage lang alles auf, was du im Alltag von dir selbst forderst oder erwartest. Alles, das du (angeblich) tun musst, tun solltest oder nicht tun darfst. Alles, wie du sein musst oder solltest oder wie du auf keinen Fall sein darfst. Es kann auch sein, dass du in deinen Gedanken „du“ oder „man“ zu dir sagst, es bringt aber immer dasselbe Ergebnis. Du bist mit dir selbst nicht zufrieden, (dir selbst) nicht gut genug und/oder nicht richtig/ok, weil du deine eigenen Ansprüche nicht erfüllst.

Ein paar Sätze, die du möglicherweise zu dir sagst, als Beispiel:

  • Man muss immer für seine Kinder da sein
  • Du sollst freundlich sein
  • Ich darf nicht egoistisch sein
  • Man darf nicht grantig sein
  • Du musst dich zusammenreißen
  • Sei netter zu deinen Kindern
  • Sei nicht wütend
  • Zeig niemanden, dass du überfordert bist
  • Das musst du aushalten, etc., etc.

Nimm dir Zeit und schreib eine Liste aller deiner Sätze. Ordne sie nach Prioritäten. Was ist dir besonders wichtig? Das kommt ganz oben hin. Was weniger wichtig? Das kommt darunter. Was ist dir nicht so wichtig? Das kommt am Schluss. Danach nimm die zwei untersten Zeilen und lass diese beiden Dinge für drei Tage weg. Wenn es dir gelingt, fein. Falls nicht, dann probiere es weitere drei Tage.

Wie das geht? Wenn der Gedanke auftaucht, dass du etwas tun oder irgendwie sein musst/sollst (oder nicht tun/sein darfst), dann sag „Danke für den Hinweis, aber jetzt entscheide ich mich, es anders zu machen“. Dann triff eine neue, andere Entscheidung. Mach etwas anderes. Es ist wichtig, dass du nicht nur etwas nicht tust, sondern, dass du stattdessen etwas anderes machst. 

Kommt also z.B. der Gedanke: „Ich muss jetzt staubsaugen“ (und steht der Satz „ich muss jeden Tag Staub saugen“ am Ende deiner Liste), dann sag: „Danke für den Hinweis, aber ich entscheide mich, stattdessen jetzt eine kurze Pause zu machen und gemütlich einen Kaffee zu trinken.“ Und dann genieß deinen Kaffee. Staubsaugen kannst du morgen wieder.

So ersetzt du drei Tage lang die beiden dir unwichtigsten Anforderungen, die du an dich stellst, in dem Augenblick, wo sie in deinen Gedanken oder Worten auftauchen, mit anderen Dingen. Entscheide dich am besten für etwas, das dir gerade guttut und du schon lange einmal tun wolltest und nie geschafft hast. Vielleicht machst du dir auch eine Liste dieser Dinge, die du gerne machen möchtest, damit du gleich eine Auswahl hast und nicht lange nachdenken musst.

Du kannst auch jederzeit das tun, was du meinst, tun zu müssen. Allerdings mach es ganz bewusst und absichtlich indem du deinen Satz: „Ich muss jetzt Staub saugen“ innerlich umformulierst in: „Ich will jetzt Staub saugen“. Es kann sein, dass es dir, obwohl es unten auf deiner Liste steht, im Moment trotzdem wichtig ist, aber dann geht es darum, dass du es nicht tun musst, sondern machen möchtest.

Sei geduldig
Wenn es mit den letzten beiden Zeilen geklappt hat, dann nimm dir die nächsten beiden Zeilen von unten für die nächsten Tage vor. Achtung! All das muss nicht sofort funktionieren! Lass dir Zeit, hab Geduld. Es ist nicht wichtig, dass alles sofort gut geht, es geht darum, dass du dranbleibst und für dich ausprobierst, was dir leichtfällt und was vielleicht auch gar nicht geht – auch das ist ok. Mach ganz langsam eines nach dem anderen. Es kann nicht alles immer gleich funktionieren. Auch hier ist es wichtig, dass du dich nicht verurteilst, wenn du es nicht gleich so hinbekommst, wie du es gerne hättest. Sei gut zu dir. Geh spielerisch an die Sache ran und sei neugierig, was geht und was nicht. Es ist völlig ok, wenn es nur langsam weitergeht. Du hast schon viele Jahre lang immer dasselbe gemacht. Es ist nicht möglich, alles von einem Tag auf den anderen zu verändern. Fang damit an und bleib dran, dann wird es im Laufe der Zeit immer besser funktionieren.

Es kann auch sein, dass dir Sätze wie z.B.: „Ich bin dumm“, „ich bin unfähig“, „ich bin nicht gut genug“, „ich kann oder schaffe das nicht“ oder Ähnliches in den Sinn kommen. Wenn du so einen Satz, mit dem du dich selbst schlecht machst, bemerkst, schreib ihn sofort auf einen Zettel, in dein Handy oder in ein Heft. Am Abend setz dich hin, schau dir die einzelnen Sätze an und formuliere sie in positive Sätze um. Jeder Satz bekommt ein positives Gegenteil. Wenn du das nächste Mal bemerkst, dass dir der negative Satz wieder in den Sinn kommt, dann sag innerlich zu dir: “Nein, das stimmt nicht. Ich bin/kann ….“ und sag dir den jeweiligen positiven Satz. Es braucht ein bisschen Übung und einige Wiederholungen und dann wirst du den zweiten Satz ganz automatisch denken.

Das schwierigste Wort der Welt
Was ist für viele Menschen das schwierigste Wort der Welt? Das Wort „Nein“. Beobachte ein paar Tage lang, wie oft du „ja“ sagst, obwohl du „nein“ meinst. Notier dir die einzelnen Situationen. Beobachte auch, ob du nachher ärgerlich auf dich selbst bist, weil du wieder mal ja gesagt hast, obwohl du es nicht wolltest und es trotzdem getan hast. Schreib ein ja/nein-Tagebuch und entscheide dich, jeden oder jeden zweiten Tag einmal „nein“ statt „ja“ zu sagen, wenn du etwas nicht tun willst. Sei neugierig und probiere es aus.

Wenn du Obiges in deinem Alltag umsetzt, ist es auch hilfreich, ein „Erfolgs-Tagebuch“ zu schreiben. Schreib dir abends kurz alle Situationen des Tages auf, wo du es geschafft hast, etwas anderes als bisher zu machen. Das kann deine Motivation steigern, dranzubleiben und schlussendlich deinen Perfektionismus schön langsam abzulegen und trotzdem – oder gerade deswegen - mit dir selbst zufrieden zu sein.  

Du brauchst dich auch nicht genau daran halten, was ich dir hier vorgeschlagen habe. Wenn du eigene Ideen hast, wie es für dich leichter und einfacher ist, probier sie aus, experimentiere ein bisschen, hab Freude daran, einmal etwas Neues zu tun. Geh spielerisch an die Sache ran. Dann bist du sicher erfolgreich dabei.

Danke für den Beitrag!

Über Margit:

Margit Dechel ist Dipl. Familienberaterin und Expertin für die Lösung von familiären Konfliktsituationen. Sie unterstützt Eltern und Paare in (Online-)Beratungen, Workshops und Vorträgen bei der Bewältigung von Krisen und Herausforderungen.

Margit Dechel, Taborstraße 78, 1020 Wien, Webseite 

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