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Jede:r kennt es wahrscheinlich: Nach einem langen Spieltag gleicht die Wohnung spätestens am Abend einem kleinen Schlachtfeld. Bauklötze, Kuscheltiere, Bücher und jede Menge Spielsachen verteilen sich quer durch die Wohnung. Doch wer soll das alles wieder wegräumen? Die Kinder haben natürlich wenig Lust darauf, wir möchten das Chaos aber auch nicht alleine beseitigen – und am nächsten Morgen schon gar nicht darüber stolpern. Deshalb haben wir ein paar lustige Aufräumspiele gesammelt, die aus dem lästigen Aufräumen eine gemeinsame und unterhaltsame Aufgabe machen. Denn mit ein bisschen Fantasie kann Ordnung schaffen überraschend viel Spaß machen!

Tipps Aufraeumen Spiele Ordnung Familie(c) Getty Images

Ordnung mit Musik

Auf den verschiedenen Musikplattformen gibt es jede Menge Aufräumlieder für Kinder. Schaltet die Musik ein und los geht's! Solange die Musik läuft, wird gemeinsam aufgeräumt.

Dabei darf das Aufräumen ruhig ein bisschen albern sein: Mit dem Teddybären darf man nochmal tanzen, bevor er in der Kiste landet. Der Ball wird auf dem Weg zu seinem Platz noch ein paar Mal in die Höhe geworfen und die Bauklötze werden im Takt der Musik eingesammelt.

Ihr werdet sehen: Fünf Minuten vergehen wie im Flug und plötzlich ist schon erstaunlich viel geschafft.

Auf die Plätze, fertig, los!

Schnappt euch eine Stoppuhr – das Handy tut es natürlich auch – stellt einen Timer auf fünf Minuten und los geht's!

Wer schafft es, in dieser Zeit die meisten Sachen wegzuräumen? Dabei muss es nicht unbedingt ein Wettbewerb zwischen Eltern und Kindern sein. Ihr könnt auch gemeinsam gegen die Zeit antreten: „Schaffen wir es, bevor der Timer klingelt?“

Farbduell

Unser Endgegner: eine umgekippte Kiste mit Bausteinen. Hunderte Teile sind überall verstreut und müssen ihren Weg zurück in die Box finden. Daraus lässt sich aber auch ganz einfach ein Spiel machen: Jede:r sucht sich eine oder zwei Farben aus und sammelt nur die passenden Steine ein. Wer ist zuerst fertig?

Aufräum-Bingo

Etwas aufwändiger in der Vorbereitung, aber dennoch lustig. Statt Zahlen stehen auf dem Bingo-Zettel Aufgaben wie „3 Bücher ins Regal stellen“, „5 Bausteine finden“, „ein Kuscheltier ins Bett bringen“ oder „alle Autos in die Kiste räumen“. Wer eine Reihe geschafft hat, ruft „Bingo!“

Wer findet den Schatz?

Verwandelt das Aufräumen in eine Schatzsuche. Ein Elternteil nennt einen Gegenstand oder eine Kategorie: „Wer findet zuerst drei Kuscheltiere?“ oder „Wo verstecken sich fünf blaue Bausteine?“ Die gefundenen Schätze müssen anschließend natürlich an ihren richtigen Platz gebracht werden.

Zum Schluss: Kleine Schritte statt großes Chaos

Ein „Räum jetzt bitte auf!“ ist für kleine Kinder oft gar nicht so leicht umzusetzen. Wenn überall Spielsachen herumliegen, wissen sie schlicht nicht, womit sie anfangen sollen. Statt einer allgemeinen Aufforderung hilft es deshalb, eine konkrete Aufgabe zu geben: „Kannst du bitte alle Legosteine in die große Kiste räumen?“ So wissen die Kinder genau, was von ihnen erwartet wird und der erste Schritt fällt leichter.

Dabei sollten wir gerade bei kleinen Kindern nicht erwarten, dass sie das komplette Chaos alleine beseitigen – und schon gar nicht perfekt. Bei uns galt deshalb immer die Regel: Mindestens drei Dinge räumt das Kind selbst weg, danach helfen die Erwachsenen mit. Uns war wichtig, dass die Kinder von Anfang an lernen: Zum Spielen gehört auch das anschließende Aufräumen. Wie viel sie dabei übernehmen können, hängt natürlich vom Alter und den individuellen Fähigkeiten ab.

Aufräumen muss dabei nicht jedes Mal zum Streit werden. Kleine Spiele, eine lustige Challenge oder ein gemeinsames Lied können die Stimmung verändern und die Motivation steigern. Und manchmal reichen schon fünf Minuten gemeinsames Anpacken, um aus dem großen Chaos wieder ein bisschen Ordnung zu machen.

Weitere Tipps, wie Ordnunghalten mit Baby einfacher wird, findet ihr hier. 

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