Unterwegs mit Baby

Kaum werden Babys mobil, startet ihr unbändiger Forscherdrang. Gerade im Winter oder an regnerischen Tagen verlegt man die Erkundungstour aber am besten ins Innere. Zum Glück gibt es gleich drei Museen die sich ganz dem Entdecken gewidmet haben: Die Häuser der Musik, des Meeres und der Natur.

 

Meer und Dschungel mitten in Wien

Das Haus des Meeres ist schon für die Kleinsten interessant. Sooo viele Fische, aber auch Affen, Krokodile, Schlangen, Insekten, Vögel und auch drei Komodowarane gibt es zu entdecken. Besondere Highlights sind der Krabbeltunnel (siehe Bild), der Atlantik-Tunnel und natürlich Riesenschildkröte Puppi und die Hammerhaie. Nicht zu vergessen der Krokipark und das Tropenhaus. Hier leben freche Äffchen neben tropischen Vögeln und Fledermäusen. Da fühlt man sich fast wie im Dschungel – mitten in Wien!

Meeresschildkröte Puppi im Haus des Meeres Wien

(C) Daniel Zupac

Ganz neu ist das 360° Haifisch-Becken! Hier leben über 1000 Fischarten und natürlich gleich zwei Haifischarten: der Weißspitzen- und Schwarzspitzenriffhai. Das rundum begehbare Aquarium ist einzigartig in Wien und ein echtes Erlebnis! Denn hier ist man wirklich Aug in Aug mit dem Hai!

Erst seit 2020 gibt es die drei Komodowarane Chaos, Gozilla und Hurricane im neuen Gehege im 9. Stock zu sehen. In direkter Nachbarschaft leben Kattas, Riesenschildkröten und herzige Mangusten.

Haben die Kids nach all den Tieren noch nicht genug gesehen, schaut doch auf der Aufsichtsplattform auf ganz Wien! Ein toller Rundum-Blick erwartet euch.

Komodowaran im Haus des Meeres Wien

Unsere Tipps für euren Besuch

  • Nutzt die Randzeiten
    Das Praktische am Babymama-Sein ist ja, man hat nicht nur in den Ferien und am Wochenende Zeit. Also nutzt die Zeit unter der Woche und vormittags um das Haus des Meeres zu besuchen. Denn es ist wirklich sehr beliebt und kann schon mal eng werden.

  • Parkt den Kinderwagen
    Am besten gleich im Erdgeschoß. Schnappt euch die Trage und auf geht’s in den letzten Stock. Dann könnt ihr gemütlich nach unten spazieren. Die Attraktionen verteilen sich nämlich auf vielen Ebenen und es gibt nur einen Lift.
  • Planung ist alles
    Zurzeit (09/2021) braucht man einen 3G-Nachweis ab 6 Jahren und muss sich registrieren. Dafür kann man dann ohne Maske durch die Ausstellung. Und das längere Verweilen auf den Sitzgelegenheiten zum Essen und Trinken ist offiziell nicht erlaubt. Also am besten mit schon gefütterten und satten Kindern kommen. Wickeltische und WCs gibt es nur ganz oben und unten oder im 5. Stock. 

 Haus des Meeres Wien

 

Falls ihr hungrig werdet gibt es gleich zwei Restaurants: Das Café Sparky im 4. Stock mit klassischem Museums-Speiseplan (Schnitzel, Pommes, Würstel). Im wahrsten Sinne "gehobener" geht es im 360°C Ocean`s Sky Café am Dach des Flakturms zu. Hier genießt man nicht nur eine grandiose Aussicht auf Wien, sondern auch exklusives Restaurant-Feeling. Die Kellner sind nett, Kinderstühle oder sonstiges gibt es leider nicht und das Kinderschnitzel kostet EUR 12,50.

Tipp: Gleich beim Haus des Meeres ist ein sehr netter Spielplatz.

 

Ein Museum für die Ohren

Im Haus der Musik im 1. Bezirk gehen die Ohren auf Entdeckungsreise. Kinder und ihre Eltern können sich hier als Dirigent probieren, in ein Bilderbuch hineinhüpfen oder erfahren, was ein Baby in Mamas Bauch so hört. Und natürlich lernt man viel Interessantes über Österreichs wichtigste Komponisten wie Mozart, Beethoven, Strauß und Schubert. Auch den Wiener Philharmonikern ist ein eigener Bereich gewidmet.

Haus der Musik_c-rudi-froese(C) Rudi Froese

Mach doch mit

Besonders spannend sind natürlich die Mitmach-Stationen. So kannst du den Taktstock schwingen und einem Orchester den Radetzkymarsch dirigieren. Aber Vorsicht! Bist du zu schnell oder langsam, hören sie einfach auf und schimpfen sogar mit dir! Unsere Kinder fanden das besonders lustig und wollten gar nicht mehr aufhören!

Sehr entspannt geht es im Sonotopia Universe zu. Hier erstellt ihr zuerst einen Clong, ein virtuelles Klangwesen, welches durch Musik zum Leben erweckt wird. Am besten hat unseren Kids aber das Zookonzert gefallen. Das ist ein Riesen-Bilderbuch von Marko Simsa, welches die Kinder auf eine interaktive und musikalische Abenteuerreise mitnimmt.

Clong im Haus der Musik

Gut zu wissen

  • Eher für die Großen
    Die Ausstellungsräume sind zum Teil sehr dunkel und die Musik, kann auch schon mal gruselig sein. Für unseren Zweijährigen war das Museum noch nichts, da er sich leider sehr fürchtete. Ab ca. 4 Jahren macht es schon viel Spaß!

  • Viele Stufen
    Auch hier muss man viele Stufen steigen und durch mehrere Etagen wandern. Aber es stehen zwei Lifte für Kinderwägen bereit bzw. gibt es auch einen Kinderwagen-Parkplatz.

  • Praktische Infos
    WCs und Wickeltisch gibt es in jeder Etage. Für Verpflegung solltet ihr selbst vorsorgen, es gibt nur einen Raum mit einigen Automaten (Kaffee, Getränke, Snacks).

Haus der Musik-c-Inge-Prader

 (c )Inge Prader

 

Unser Geheimtipp: Das Haus der Natur

Gar nicht so weit von Wien entfernt, wartet noch ein Haus darauf von euren Kindern entdeckt zu werden: Das Haus der Natur in St. Pölten. Von Wiens Westen oder mit dem Zug ist man schon in einer halben Stunde dort. Und auch hier gibt es ganz viel zu erkunden.

Haus der Natur_Theo Kust

(C) Theo Kust

Durch ganz Österreich in 1 Stunde

In diesem Museum können Kids nämlich die Flora und Fauna von ganz Österreich entdecken. Von den Donauauen geht es hinauf in die Wälder, dann ins Mittelgebirge und ganz am Schluss steht man doch tatsächlich auf einem Berggipfel, Aug in Aug mit einer Gämse.

Es gibt alle möglichen (lebenden) heimische Tiere zu sehen und auch immer eine sehr interessante Sonderausstellung. 

Haus für Natur

(C) Theo Kust

Wenn wieder geöffnet:
Haben die Kinder noch immer zu viel Energie, gibt es einen kleinen, feinen Spielbereich zum Auspowern und ein paar kleine Experimente. 
Das Museums-Café ist auch sehr nett, hat Kinderstühle, Malsachen und eine Speisekarte mit Klassikern wie Schnitzel, aber auch Curry oder Salate.

Jeden Dienstag. Kostenlos. Jederzeit abbestellbar.

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